Bleiben wir #radikal zuversichtlich
Wie sähe eine Welt aus, in der jede*r nur mehr auf den eigenen Vorteil schaut, in der das Ich das Wir verdrängt? Stellen Sie sich vor, es würde keine Caritas mehr geben. Was würde mit Menschen passieren, die nicht (mehr) mithalten können, weil sie krank sind oder mit den Folgen eines Schicksalsschlags zu kämpfen haben oder strukturell benachteiligt sind? In so einer Welt würde wohl niemand leben wollen. Wir brauchen einander und gemeinsam können wir dafür sorgen, dass die Welt ein Ort ist, wo wir aufeinander achten und Nächstenliebe ein Grundpfeiler des Menschseins bleibt. Bleiben wir doch radikal zuversichtlich und stellen wir uns doch lieber vor, die Zukunft wird wunderbar – und wir alle tragen dazu bei.
2025 hat uns einmal mehr gezeigt, wie verwundbar unsere Welt ist – aber auch, wie viel möglich wird, wenn wir einander sehen, hören und helfen, unseren Glauben nicht verlieren. Wir wollen diesen Weg weitergehen: An der Seite der Menschen – verlässlich, mutig und mit offenem Herzen. Mögen die Herausforderungen noch so groß, die Krisen noch so unüberwindbar erscheinen:
Der vorliegende Jahresbericht legt Zeugnis davon ab, wie es uns gerade in solchen Zeiten gelingen kann, das Leben von Menschen nachhaltig zum Positiven zu verändern.
Unsere Angebote für Menschen in Niederösterreich und in unseren Partnerländern sind nur möglich, weil knapp 2.500 hauptamtliche Mitarbeiter*innen sowie 1.100 Freiwillige wertvolle und hochprofessionelle Arbeit leisten. Ermöglicht wird die Arbeit der Caritas in unserer Diözese auch durch die freiwillige Leistung von 3.000 Haussammlerinnen und Haussammlern, die durch ihr Engagement der Hilfe ein Gesicht und eine Stimme geben. Als Caritas sehen wir die Hoffnung, das Vertrauen, die Zuversicht täglich in den Gesichtern der Menschen in unseren Einrichtungen, unseren Projekten und Diensten: Über 900 Menschen mit Behinderungen finden in Caritas-Werkstätten eine sinnstiftende Beschäftigung. Mehr als 500 davon begleiten wir zusätzlich in unterschiedlichen Wohnformen. Knapp 3.400 Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen wurden von unserem PsychoSozialen Dienst betreut. Etwa 612.000 Einsatzstunden haben die Mitarbeiter*innen in der Hauskrankenpflege geleistet. 12.478 Kontakte hatten die Sozialberatung.Nothilfe sowie die Rechtsberatung, die Menschen in sozialen und finanziellen Notlagen helfen konnten. Über 765.000 Euro sind als Unterstützungsleistungen für akute Notsituationen in Form von Gutscheinen, Mietzuschüssen oder Energiekostenübernahmen geflossen.
Seit 106 Jahren sind wir die Stimme derer, die sonst nicht gehört werden. Unser Ziel ist eine gerechte Gesellschaft mit sozialer Sicherheit für jede*n Einzelne*n. Daher fördern und vernetzen wir Menschen, die sich leidenschaftlich für das Wohl anderer stark machen.
Ich danke von Herzen allen, die die Arbeit der Caritas durch ihr Wohlwollen und ihre Unterstützung ermöglichen und mit denen wir im großen Netzwerk des Helfens zusammenarbeiten dürfen: den unterschiedlichen Vertragspartner*innen, Institutionen und Fördergeber*innen auf Landes- und Bundesebene sowie an den treuen Spender*innen, den Freiwilligen, unseren Mitarbeiter*innen und allen, die dazu beitragen. Danken möchte ich auch den 422 Pfarrgemeinden in der Diözese St. Pölten, die die Caritas vor Ort lebendig machen und mittragen. Die Verbundenheit im Helfen ist unser aller Stärke! DANKE!
Hannes Ziselsberger
Caritas-Direktor der Diözese St. Pölten