Zahlreiche Angebote der Caritas der Diözese St. Pölten können nur deshalb bestehen, weil es Menschen gibt, die sich freiwillig, ohne Bezahlung, in ihrer Freizeit engagieren.

Hannelore Mayer und Clara Mayer engagieren sich freiwillig im Lerncafé Grillparzerstraße in St. Pölten. Das Lerncafè besuchen schulpflichtige Kinder im Alter von 6 bis 15 Jahren. Sie kommen hierher, weil sie dem Unterricht nur schwer folgen können und zu Hause keine Möglichkeit besteht, die Kinder beim Lernen zu unterstützen. Um diesen Kindern zu helfen und ihre Freude am Lernen zu wecken, gibt es die Caritas Lerncafés. Freiwillige unterstützen hier neben zwei hauptamtlichen Mitarbeiterinnen Schülerinnen und Schüler bei den Hausübungen und beim Lernen. Ziel ist, dass die Kinder das Schuljahr positiv abschließen können.

Hannelore Mayer ist eine Freiwillige der ersten Stunde. Seit der Eröffnung 2012 kommt sie bereits in das Lerncafé Grillparzerstraße, um mit Kindern gemeinsam zu lernen und zu spielen. „Ich wollte nach meiner Pensionierung unbedingt etwas Soziales machen“, erzählt sie. „Im Internet bin ich damals auf die Eröffnung der Lerncafés in St. Pölten gestoßen, und dass Freiwillige zur Mitarbeit dringend gesucht werden. Da ich mir eine Tätigkeit mit Kindern gut vorstellen konnte, war das genau das Richtige für mich“, so Hannelore Mayer weiter.

 

 

Clara Mayer ist Studentin und engagiert sich seit November 2019 im Lerncafé Grillparzerstraße. „Von der Möglichkeit hier als Freiwillige zu arbeiten habe ich aus der Zeitung erfahren. Nach dem Schulbeginn wurden aktiv Freiwillige für die Lerncafés gesucht“, erinnert sich Clara Mayer. „Außerdem arbeiten auch zwei Freundinnen von mir freiwillig in einer sozialen Einrichtung mit. Das hat mich motiviert, mich neben meinem Studium auch zu engagieren.“ Hannelore Mayer kommt immer an einem Montag in das Lerncafé. „An diesem Tag sind immer die jüngeren Kinder aus der Volkschule da, mit ihnen arbeite ich besonders gern. Wir starten um 14 Uhr und machen gemeinsam die Hausübung“, freut sich die langjährige Freiwillige. „Gelernt und vorbereitet wird natürlich auch für Tests und Schularbeiten. Wenn wir damit fertig sind, machen wir bis 15.30 Uhr mit der Übungsmappe weiter. Dann darf wieder gespielt werden.“ 

Clara Mayer kommt an einem Mittwoch in das Lerncafé. „Meistens bin ich schon um 12 Uhr da. Dann trudeln auch schon die ersten Kinder ein. Wir spielen dann gemeinsam oder unterhalten uns einfach. Es taugt den Kindern, am großen Sofa zu sitzen und mit mir über alles Mögliche zu tratschen“, erzählt Clara. „Um 13:15 Uhr findet das gemeinsame Mittagessen statt. Wir decken alle den Tisch und teilen das Essen aus. Jedes Kind hat da sein eigenes Aufgabengebiet, genauso beim Wegräumen.“ Anschließend daran findet die Hausaufgabenbetreuung und das gemeinsame Lernen in Kleingruppen statt.

Ohne Freiwillige würde vieles nicht funktionieren

„Ohne Freiwilligenarbeit würde vieles in unserer Gesellschaft nicht in dieser Weise funktionieren“, versucht Hannelore Mayer ihre Motivation für ihr Engagement zu erklären. „Mir geht es sehr gut und davon möchte ich auch andern etwas weitergeben, denen es vielleicht nicht so gut geht. Darüber hinaus ist es einfach schön zu sehen, wie sich die Kinder verbessern und Erfolge in der Schule haben. Daraus gewinnt man wieder viel Kraft für das eigene Tun“, weiß Hannelore.

„Zurzeit haben wir genug Freiwillige, die sich in den Lerncafés in St. Pölten engagieren, im Lerncafé Amstetten und Herzogenburg werden jedoch laufend Freiwillige gesucht“, berichtet Sandra Krb-Habel, Koordinatorin der Lerncafés. Freiwillige leisten unerlässliche Hilfe im Caritas-Netzwerk. Dabei ist die Zusammenarbeit von Hauptamtlichen und Freiwilligen von großer Bedeutung, denn erst durch ein Miteinander von hauptamtlichen und freiwilligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern lässt sich ein breites und tragfähiges Netz der Solidarität knüpfen.


Printversion Jahresbericht 2019 zum Download

Zahlen und Fakten

797 Menschen

haben sich 2019 in der Caritas

St. Pölten freiwillig engagiert

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